Geistliche Angebote

Psalm, Lieder, Gebete und Predigt von Pfarrer Martin Ost

 

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Joh. 12,32

Schön, dass Sie da sind und diesen Gottesdienst nachlesen! Manchmal aber möchten wir gern „weg sein“ – fern von Streit und schwierigen Fragen, von der Welt mit ihren zu mächtigen Herren, – einfach weg sein, nicht diskutieren müssen, entscheiden, unterscheiden. 
Dieser Vers redet nicht von der Weltflucht, auch, wenn die frühen Christen allen Grund hatten, sich zu fürchten. Er sagt: Der abwesende und ferne Jesus vergisst uns nicht in irgend einem fernen Himmel. Was immer auch ist – unser Leben treibt nicht vor sich hin, wird nicht getrieben von Mode oder Macht oder unseren Gedanken, es hat ein Ziel und eine Richtung. Und die hängt nicht von uns ab, die Kraft kommt von einem, der uns nahe steht, so fern wir uns auch fühlen mögen.
Wir sind hier und bleiben hier – aber das ist nicht alles. Was ein Trost. Jedenfalls höre ich den Vers so. Und habe Hoffnung für Kinder und Enkel und ihr Leben in einer mir unbekannten Zeit.

Eingangslied

Wie lieblich ist der Maien (EG 501 1, 3-4)

1. Wie lieblich ist der Maien/ aus lauter Gottesgüt,/ des sich die Menschen freuen,/ weil alles grünt und blüht./ Die Tier sieht man jetzt springen/ mit Lust auf grüner Weid,/ die Vöglein hört man singen,/ die loben Gott mit Freud.

3. Herr, lass die Sonne blicken/ ins finstre Herze mein,/ damit sich’s möge schicken,/ fröhlich im Geist zu sein,/ die größte Lust zu haben/ allein an deinem Wort,/ das mich im Kreuz kann laben/
und weist des Himmels Pfort.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen/ zu Lob dem Namen dein/ und lass mir wohl gelingen,/ im Geist fruchtbar zu sein;/ die Blümlein lass aufgehen/ von Tugend mancherlei,/ damit ich mög bestehen/ und nicht verwerflich sei.


Psalm 27

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; 
vor wem sollte ich mich fürchten? 
Der HERR ist meines Lebens Kraft; 
vor wem sollte mir grauen? 
HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; 
sei mir gnädig und antworte mir! 
Mein Herz hält dir vor dein Wort: / 
»Ihr sollt mein Antlitz suchen.« 
Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. 
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, 
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! 
Denn du bist meine Hilfe; 
verlass mich nicht 
und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils! 
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, 
aber der HERR nimmt mich auf. 
HERR, weise mir deinen Weg 
und leite mich auf ebener Bahn 
um meiner Feinde willen. 
Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde! 
Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf 
und tun mir Unrecht. 
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde 
die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen. 
Harre des HERRN! 
Sei getrost und unverzagt 
und harre des HERRN! 

Gebet

Komm zu uns, Gott. Damit wir deine Kraft spüren. Deinen Trost. Deine Freude. Deine Freundlichkeit. Dies bitten wir durch Jesus Christus, Grund unserer Hoffnung von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Lesung

Jeremia 31,31-34

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. 

Lied

Komm, o komm, du Geist des Lebens (EG 134,1, 2, 4)

1. Komm, o komm, Du Geist des Lebens,/ wahrer Gott von Ewigkeit;/ deine Kraft sei nicht vergebens,/ sie erfüllt uns jederzeit/ so wird Geist und Licht und Schein/ in dem dunklen Herzen sein.
2. Gib in unser Herz und Sinn/ Weisheit, Rat, Verstand und Zucht/ dass wir anders nicht beginnen,/ als nur, was dein Wille sucht;/ dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns vom Irrtum los.
4. O Du Geist der Kraft und Stärke,/ Du gewisser, neuer Geist,/ fördre in uns deine Werke! / Wenn des Satans Macht sich weist,/ schenk uns Waffen in dem Krieg/ und erhalt in uns den Sieg!.

Predigt

Jeremia 31,31-34

„Pacta sunt servanda!“ Wenn er feierlich wurde, redete Franz Joseph Strauß lateinisch. Es klang so wie ein eherner, seit alters bewahrter Grundsatz, denke ich. Nebenbei war es auch Beweis seiner humanistischen Bildung. Und ja, klar, Strauß erinnerte andere an Vereinbarungen, die ihm wichtig waren und erinnerte sich so, wie es ihm richtig schien. Die anderen erinnerten sich manchmal anders. Aber damit hat er Recht: Wie soll man einen Streit ohne Gewalt beilegen, wenn Worte nichts gelten. Wie soll der Krieg im Nahen Osten beigelegt werden, wenn die einen den anderen nicht über den Weg trauen? „Eure Rede sei Jaja, Nein Nein“, sagt Jesus, das genügt.

Und wenn ein Handschlag oder ein Wort nicht genügen, muss man alles aufschreiben. Dann haben alle es schwarz auf weiß: Das habe ich versprochen und das bekomme ich. Damit kann man vor Gericht gehen. Internationale Verträge werden bei der UNO hinterlegt. Früher mussten Töchter des einen den Sohn des anderen Herrschers heiraten und sie waren das Pfand, dass die anderen sich an Versprochenes halten. Eine Steigerung, weil das Wort so oft nicht hält. Wir könnten uns heute viel Bürokratie und viele Gesetze sparen, wenn einfach gelten würde: Was man versprochen hat, muss man halten! 
Schon Kinder aber fügen hinzu „sonst kriegt man Läuse!“ Eine kindische, kindliche Drohung, halb ernst und doch ganz ernst. Das Vertrauen in Versprechen zerbricht schnell. „Ich bin wieder daheim, wenn es dunkel wird“, sagt die Mutter, die zu einer Besprechung gehen muss. Sie hat sich den Termin nicht ausgedacht und ihr passt er auch nicht – aber was weiß ein Kind schon, wie das ist, wenn man Kinder und Beruf zusammenbringen will. „Du darfst fernsehen oder Computer spielen und ich bin wieder da, bis es dunkel wird“ lockt sie – ein Vertrag zum beiderseitigen Nutzen. 
Und dann hat der Chef seinen gesprächigen Tag oder ein Kollege feiert Geburtstag, da kann man, kann frau nicht gehen, was würden die reden, wenn sie die Tür hinter sich zumachte. „Kind daheim“, jaja, sie würden auch manches andere gern machen, aber Beruf ist Beruf, sagen sie, die Männer. Und schon ist das Versprechen gebrochen. Nicht so schlimm, kann man doch erklären?
Naja, Trump führt vor, was passiert, wenn Verträge nicht gelten: Er bringt alles durcheinander. Gemeinschaft zerbricht: Wir stehen im Regen. Allerdings erlebt er auch, ohne es zuzugeben, dass er dann allein die Suppe auslöffeln muss, die er sich eingebrockt hat.
II
Jeremia sieht den Bund Gottes zerbrochen: Das Land ist verspielt, der König in Gefangenschaft, Jerusalem liegt in Trümmern. Was versprochen war, ist verspielt. Und warum? Weil die Menschen sich nicht an Gottes Gebote gehalten haben – das scheint ihm gewiss. Dem Abraham hat Gott Nachkommen und Land versprochen, sie sind der Fronarbeit in Ägypten entkommen, Josua hat gefragt an der Schwelle ins Land: „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen“ – wollt Ihr das auch? Sie haben zugestimmt und es seitdem hundertmal vergessen. Sind mit dem Land umgegangen, als ob es ihnen gehörte, haben den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, wenn es ihnen gut ging und ihn angefleht, wenn sie keinen Rat mehr wussten.
Die unter die Räder kamen und die ihn nicht achten wollten, die Starken, haben den Bund bezweifelt: Warst Du dabei, als er geschlossen wurde? Niemand außer Abraham hat Gottes Stimme gehört, niemand außer Mose die Gebote aus Gottes Hand genommen – auch Jeremia kann den Bund nicht beweisen. Die Babylonier waren stärker, die Verbündeten haben ihre Beistandsschwüre vergessen, so ist das eben.
III
Der Bund mit Gott oder genauer: der Bund Gottes mit dem Volk ist eine geglaubte, nicht eine historische Tatsache. Es ist eine Art, die Welt anzuschauen: Als Gabe Gottes, nicht als Besitz, was man zum Leben hat als Geschenk, nicht als Verdienst, die Mitmenschen als Geschwister, nicht als Konkurrenten. Dass es unter ihnen nicht als natürlich gelten soll, dass die Starken sich durchsetzen und die Schwachen zurückstehen – das, was nicht nur in den USA als „wokeness“ verspottet wird, sie haben es vergessen.
Das wäre das Ende. „Pacta sunt servanda?“, wenn Ihr nicht wollt, dann mag ich auch nicht, schaut, wo Ihr hinkommt!
IV
Jeremia aber möchte sie nicht abkanzeln und Gericht ansagen, sagt nicht „geschieht euch, geschieht uns recht! Ihr habt nicht hören wollen!“ Nein, sein Gott, der Gott, mit dem er zu leben versucht, ist kein Krämer, der Versprechen nur einhält, wenn er bezahlt wird. Er gleicht eher Liebenden, Eltern, Partnern: Liebe rechnet nicht, die Beziehung überlebt auch manche Enttäuschungen. Deswegen redet er von einem neuen Bund: Es geht weiter, gebt die Hoffnung nicht auf, so, wie das Kind der Mutter dann doch vertraut, auch, wenn sie an jenem Abend erst spät heimkam. 
Allerdings – der neue ist Bund anders. Nicht Brief und Siegel und Strafen bei Verstoß, sondern Gebote und Regeln sind nicht auf Papier geschrieben, sondern ins Herz. Was ich tun muss, kommt von innen heraus, ist selbstverständlich. 
Das erleben wir manchmal: Wenn jemand hinfällt, hilft man ihm auf statt ein Foto zu machen und als in unserem Dorf ein Haus abbrannte, halfen alle zusammen, dass die Menschen ein Dach über den Kopf und Kleidung und Möbel bekamen. Nicht, dass die alle Engel gewesen wären, nicht, dass man einander nicht auch in heftigem Streit verbunden gewesen wäre – aber in dieser Situation war das alles vergessen. Ohne, dass jemand das angeordnet hätte, es gab keine Vorschrift dafür und weder ich noch der katholische Kollege musste eine Predigt dafür halten, es galt, einfach so.
V
Ja, das ist Dorf, stimmt. Aber es kommt auch in Berlin vor und vieles wäre leichter, wenn mehr Dinge einfach selbstverständlich wären: Dass ich meinen Abfall in den Papierkorb werfe und nicht auf den Gehsteig und meinen Sperrmüll nicht mit dem Schild „Zum Mitnehmen!“ am Straßenrand ablagern würde oder überlegt, wo man den Roller abstellen kann, damit er nicht anderen im Weg steht. 
Wo man Gesetze braucht, um das zu klären, kommt meist wenig mehr heraus als mehr Bürokratie. Die Drohung mit Strafen hilft dann auch nichts. Bürokratieabbau: Alle halten selbstverständlich die Regeln ein, keiner braucht Juristen, um die Lücke im Gesetz zu finden, durch die er schlüpfen kann.
Eine Motivation von innen heraus ist wirksamer als Drohungen, Verträge oder Strafen. Jeremia hofft für die Zeit danach auf bessere Menschen und eine Erfüllung der Gebote von innen heraus – ein neuer Bund.
VI
Das hat nicht geklappt, denken wir und Juristen wiegen den Kopf: Vernunft statt Strafe? und die Philosophen, die einmal auf den aufgeklärten Menschen setzten, verstummen. Mit dem Abstand von mehreren hundert Jahren denken wir: So wirklich hat das auch nicht funktioniert. Ein Mensch ist kein Computer, dem man nur eine neue Software aufspielen muss und dann läuft er nach einem anderen Programm. Und zwischen der Einsicht, dass etwas richtig ist und dem entsprechenden Handeln ist ein weiter Weg.
Das soll so sein: Der Mensch ist, sagt die Bibel, kein willenloses Geschöpf Gottes, kein Roboter. Gott wollte einen Partner haben, ein Wesen, das aus eigenem Willen den richtigen Weg geht, nicht, weil er nicht anders kann. So gehören die Irrwege immer wieder dazu, auch die, die wir aus Trotz gehen, um unsere Unabhängigkeit zu beweisen. Aber auch, weil man es ergründen will, genau wissen, nicht nur aus Gewohnheit folgen oder weil man nicht anders kann, sondern aus Überzeugung. Das ist ja auch eigentlich nicht schlecht – nur wird aus dem neuen Bund so wieder nichts. 
Was Gott sucht, ist nicht Gehorsam, sondern die Liebe und das Vertrauen seiner Geschöpfe. Sie gehen die richtigen Wege oder suchen sie, weil sie Gott lieben, nicht, weil sie seine Strafe fürchten. Die Liebe Gottes erträgt die Wege der verlorenen Töchter und Söhne, die in die Freiheit gehen und lange Wege zurücklegen, ehe sie vielleicht wieder umkehren und es neu versuchen wollen.
VII
So gibt es noch einen Bund – „in meinem Blut“ sagt Jesus beim letzten Abendmahl und bei jedem Abendmahl wiederholen wir diese Worte. War der erste Bund vielleicht noch gedacht als Vertrag zwischen Gott und seinem Volk, so der zweite schon mehr von Gott mit Menschen geschlossen, dieser ganz neue nur von Gott begründet. Die verlorenen Kinder sollen die Liebe Gottes spüren, die darin liegt, dass Gott lieber selbst stirbt als Menschen untergehen zu lassen. Das Blut macht jenen Bund nicht besonders heilig, sondern zeigt, wohin wir gekommen sind: Dass eben auch ein Mensch, der keinem Menschen Böses wollte – das kann man von Jesus wohl sagen – dass aber auch er ein solcher Störfaktor war, dass man ihn nicht ertrug. Freundlichkeit als Grundhaltung ist kaum gefragt, nicht nur bei Trump, der einfach nur krank ist. Es geht um Interessen, die eigenen, und wer da stört, ist falsch. So kann er nicht überleben, dieser Jesus und bleibt doch an unserer Seite. Der neue Bund, gebaut auf Liebe, bezahlt mit dem Leben. Aber das ist geblieben: Gott ist kein Krämer, der einen Handel machen will, weder nur zu seinem, noch einen Handel zum gegenseitigen Vorteil. Gott ist einfach da, bietet Liebe an und hält sich daran.
VIII
Und Du musst nichts machen, musst nicht so oder anders sein, Du darfst Fehler machen und Dummheiten und auf falsche Wege kommen – an Gottes Liebe besteht kein Zweifel, jedenfalls von Gott aus gesehen. Die Zweifel tragen wir in uns. Wollen einen Handel mit Gott machen, manchmal: Ich bin doch brav und ordentlich, also muss ich doch auch leben können, gut und behütet. Und wenn das nicht der Fall ist, klagen Menschen Gott an und nehmen das als Beweis, dass er ihre Mühe nicht verdient. „Ach“, sagt der Sohn, der bei den Schweinen sitzt und alles verspielt hat, „selbst als Knecht ginge es mir bei meinem Vater noch besser“ und macht sich auf den Weg. Das ist der Bund: Der hinzieht, Mut macht zu einem Rückweg. Der Mut macht, es zu versuchen. Nichts anderes wollte schon Jeremia: Dass sie nicht alles hinwerfen und aufgeben, sondern auf Gottes Treue setzen.
Eigentlich ist die Geschichte des Bundes die Geschichte vom Versagen der Menschheit, die sich so viel einbildet auf ihre Klugheit. Und wenn ich mir die Welt anschaue und wie die scheinbar Mächtigen hilflos sind und nur noch maßlos schimpfen können, weil sie in ihrem eigenen Netz zappeln, dann ist das zum Lachen und zum Heulen zugleich.
VIII
Wenn ich noch Hoffnung habe für Kinder und Enkel und am Ende auch für mich selbst, dann nur deswegen, weil es diesen Bund gibt, diese Liebe Gottes, die meine Fehler überliebt. Und wenn ich mich anschaue und meine Irrwege und manchmal gar denke, dass ich meine Gaben nicht wirklich genutzt habe, sondern irgendwelchen Zielen nachgejagt bin, dann hoffe ich auf diese Liebe. Und wenn ich mir klein vorkomme gegen die Mächte dieser Welt, hilflos – ich bin Gott sein Leben wert, da wird er mich jedenfalls halten und ich kann es wieder versuchen. Jeremia wusste davon noch nichts, ahnte es höchstens – aber ich kann nur daraus leben. Amen.

Lied

Gott gab mir Atem damit wir leben (EG 432,1-3)

1. Gott gab uns Atem, damit wir leben./ Er gab uns Augen, dass wir uns sehn./ Gott hat uns diese Erde gegeben,/ dass wir auf ihr die Zeit bestehn./ Gott hat uns diese Erde gegeben,/ dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören./ Er gab uns Worte, dass wir verstehn./ Gott will nicht diese Erde zerstören./ Er schuf sie gut, er schuf sie schön./ Gott will nicht diese Erde zerstören./ Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln./ Er gab uns Füße, dass wir fest stehn./ Gott will mit uns die Erde verwandeln./ Wir können neu ins Leben gehn./ Gott will mit uns die Erde verwandeln./ Wir können neu ins Leben gehn.

Fürbitten

Gott, wir sind müde geworden.
Es gibt so viel Einsamkeit, Trostlosigkeit, Elend.
Gewalt, Verachtung, Unrecht.
Und auch wir selbst tragen bei
Zu manchem Unfrieden, Ratlosigkeit,
bist Du unser auch müde geworden, Gott?

Wir bitten Dich: Lass uns nicht fallen, 
hilf, dass wir nicht aufhören,
auf Dich zu hoffen,
damit wir nicht gemein werden, 
damit wir immer noch beten
und Dich nicht aufgeben.

Wir beten für die Menschen, die in Tafeln arbeiten
Und die die Menschen ohne Obdach sehen
Und dem Musiker in der S Bahn 
nicht nur ärgerlich abweisen.

Für die Lehrerinnen und Lehrer,
die unermüdlich Kinder auf ihrem Weg begleiten,
bitten wir,
dass sie den Mut und die Geduld nicht verlieren
Wege zeigen und falsche Wege benennen können.

Für alle, die geflüchteten Menschen beistehen,
bitten wir, die in ihnen Menschen sehen
und sie entsprechend behandeln
und bitten auch für alle, 
die den Mund aufmachen, 
wenn andere Menschen schlecht gemacht werden.

Für alle Ärztinnen, Pfleger, Feuerwehrleute
und Katastrophenhelfer in den Kriegsgebieten,
die ihr Leben für andere riskieren,
bitten wir.

Die du bei den Mächtigen
Dass sie ihren Stolz überwinden
Und auf die anderen zugehen
Dass sie Vereinbarungen finden,
die den Frieden bewahren
und den Menschen leben helfen
auf allen Seiten.

Für alle Kirchen, Gruppen und Initiativen,
die deine Liebe leben und ausstrahlen,
bitten wir.
In der Stille nennen wir dir die Menschen,
die uns besonders am Herzen liegen.
Stille
Sei den Müden nahe und schütze die Wachen.
Jetzt und allezeit.

Vaterunser 
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsre Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

Lied

Du Heilger Geist, bereite (EG 136,7)

7) Du Heilger Geist, bereite/ ein Pfingstfest nah und fern;/ mit deiner Kraft begleite/ das Zeugnis von dem Herrn./ O öffne du die Herzen/ der Welt und uns den Mund,/ dass wir in Freud und Schmerzen/ das Heil ihr machen kund.

Segen

Gott sei mit Dir
Heute und morgen
Tag und Nacht
In guten und in schweren Zeiten.

Jesus Christus sei mit Dir
Auf den Wegen deines Lebens
Wenn Du reden musst 
Und wenn Du schweigen sollst,
wenn Du versagt hast
und wenn etwas gelungen ist.

Der Heilige Geist sei in Dir
Dass er dein Reden leite
Dein Schweigen bestimme
Dir Kraft gebe im Leben
Und Mut für alle Tage.
Amen.

Bekanntmachungen

In der kommenden Woche feiern wir folgende Gottesdienste:
Freitag, 19.00 Uhr, Taizé-Andacht mit Dorina Adelsberger
Sonntag, 10.00 Uhr, Pfingst-Gottesdienst mit Pfrn. B. Schöne, Predigt: Pfr. O. Matri, Kindergottesdienst Katja Tobolewski, Musik: Sabine Erdmann (Orgel) + Mark Schimmelmann (Violine).
Pfingstmontag: Herzliche Einladung zum Fahrradgottesdienst mit Pfr. S. Fritsch. Start: 11 Uhr, Johanneskirche, Ringstraße 36.

Heute sammeln wir in den Reihen für die Gossner Mission, Berghospital Chaurjahari in Nepal und an der Kirchentür für den Versand von Andachten und Gemeindebrief. 

Wenn Sie eine Rückmeldung oder Frage haben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.