Psalm, Lieder, Gebete und Predigt von Pfarrer Martin Ost

Alle eure Sorge werft auf ihn, den er sorgt für Euch. (1. Petr. 5,7)
Wahrscheinlich haben Sie auch schon versucht, Sorgen wegzuwerfen. Nur ist das leider nicht einfach. Sie kleben an uns. Die Dinge ändern sich nicht, der Mensch, um den wir uns sorgen, läuft uns täglich über den Weg. Andere Sorgen halten wir manchmal fest, als ob die Sorge ein Teil unserer Person und Bedeutung sei.
Aber ständiges Sorgen macht Kopfweh und unleidlich. Darum ist es wichtig, diese Aufforderung zu hören, damit wir nicht vergessen, dass wir nicht Welt und Menschen retten müssen. Gott ist auch noch da. Dass die Welt noch steht, liegt weder an uns und unserem Sorgen, es liegt auch nicht an den Berühmten, Reichen oder Politikerinnen und Politikern. Sondern daran, dass Gott diese Welt als seine Schöpfung betrachtet und nicht fallen lässt.
Lied
Die güldne Sonne (EG 449)
1. Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
aber nun steh ich, bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet
zu seinen Ehren und uns zu lehren,
wie sein Vermögen sei mächtig und groß
und wo die Frommen dann sollen hinkommen,
wann sie mit Frieden von hinnen geschieden
aus dieser Erden vergänglichem Schoß.
3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen
Güter und Gaben; was wir nur haben,
alles sei Gotte zum Op-fer gesetzt!
Die besten Güter sind unsre Gemüter;
dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,
an welchen er sich am meisten ergötzt.
4. Abend und Morgen sind seine Sorgen;
segnen und mehren, Unglück verwehren
sind seine Werke und Taten allein.
Wenn wir uns legen, so ist er zugegen;
wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen
über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
Psalm 127
Wenn der HERR nicht das Haus baut,
so arbeiten umsonst, die daran bauen.
Wenn der HERR nicht die Stadt behütet,
so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht
und hernach lange sitzet
und esset euer Brot mit Sorgen;
denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.
Gebet
Gott, du sorgst für uns, jeden Tag. Wir bitten dich: Nimm von uns, was uns bedrückt, was uns zu zerreißen droht. Stärke uns für das, wofür wir sorgen können und hilf uns Dir anvertrauen, wo unsere Sorge nicht aus-reicht. Das bitten wir durch Jesus Christus, der mit dir und dem heiligen Geist lebt und für uns sorgt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Gemeinde: Amen
Schriftlesung
1. Mose 2,4b-9.15
Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte. Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen. Denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Strom stieg aus der Erde empor und tränkte alles Land. Da machte Gott der Herr den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er ge-macht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. … Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und be-wahrte.
Predigt
Hitze, Waldbrände, zu leere Flüsse.
Die einen begeistern sich an Zeugen der Vergangenheit, die im Flussbett der Donau auftauchen: ein römischer Altar, ein Militärmotorrad, ein Kriegsschiff. Andere nutzen den Anlass, die Regierung zu kritisieren, die zu wenig gegen die Klimakrise tut. Sie haben Recht, aber sie vergessen die Hitzebedrohten, die jetzt Hilfe brauchen, Schülerinnen und Schüler, Patienten im Krankenhaus oder Bewohner von Seniorenheimen, die keine Klimaanlage haben. Das wenden andere ein. Und haben auch Recht.
Hitzeschutz, Klimawandel, das Schweigen der Regierung, Spuren vergangener Zeiten…: Ach, wie oft wir alles Wasser auf unsere Mühlen umleiten! Wir finden, was wir suchen, und haben vielleicht Recht, aber ge-wonnen ist nichts. Eigentlich geht es um die Frage nach Leben und Überleben. Mancher spürt in der Hitze eine dunkle Angst um Leben und Überleben. „Geh aus mein Herz und suche Freud“, kann man unbeschwert nicht mehr singen, wenn der Garten vertrocknet, der das Paradies war. Wo ist der Schöpfer? Oder ist die Idee einer geordneten Welt nicht ein Irrtum, eine religiöse Utopie oder Schlaftablette?
Unsere Geschichte ist kein Bericht, wie die Welt entstanden ist, sondern ein Versuch, die Welt zu verstehen. Ihr Chaos und ihre Ordnung. Schon der biblische Erzähler kann sie nicht einfach nur harmlos sehen: Da gibt es eine Wirklichkeit, in der Vieh und Menschen umkommen, wenn es nicht regnet. Wenn auf den Feldern nicht so viel wächst, dass Menschen so viel Getreide ernten, dass sie jetzt leben und Saatgut fürs nächste Jahr behalten, dann ist die Not des kommenden Jahres angesagt in diesem, sehen sie im Brot heute den Hunger von morgen. Ahnen Schulden, haben Angst, Haus und Hof zu verlieren – die Bibel erzählt davon im-mer wieder.
Die Welt – ein Lebensraum wie die Gärten am Parkfriedhof? Wenn ich mich allein fühle, nicht wahrgenom-men, missachtet, benachteiligt, vergessen, bedroht, sind da nur Fragen: Wer bin ich? Sind nur die anderen wichtig, mein Bruder, meine Schwester? Oder nur die Gesunden und Kräftigen oder die Großen und Reichen oder Klugen, die Nobelpreisträger, die Männer? Die Weißen… Ich beende die Aufzählung, es gibt so viele Menschen im Licht und noch mehr im Schatten. „Und man sieht nur die im Lichte“. Es geht so oft um den Beweis meiner Klugheit oder meiner Einstellung oder Wichtigkeit, aber nicht um mich, mein Dasein, mein Menschsein. Dass ich fehlen würde, dass meine Ideen, meine Arbeit, mein Denken und Handeln vermisst würden – wer fragt nach mir?
Das sind Lebensfragen, keine Gescheitheiten, die man bei einem Glas Rotwein am Kamin diskutieren kann. Was ist das für eine Welt!
Da fängt er an zu erzählen, ein alter Mann, stelle ich mir vor, vielleicht war es auch eine Frau, darauf kommt es nicht an. Er, sie will, dass sie selbst und Kinder und Enkel leben und gern leben, ihren Platz haben und dessen auch gewiss sind. Er sucht nach Worten, stottert, so dass er gleich zweimal erzählt, wie der Mensch in den Garten gesetzt wird. Erzählt vom Anfang – nicht einem vor wie vielen Jahren auch immer, sondern meinem, unserem Ursprung. Versteht Ihr: Es geht nicht darum, wie es war, dass Menschen wurden, sondern wozu wir da sind, wenn wir Menschen sind, wo wir wurzeln, wer wir sind, mächtig, Geschichte zu schreiben und die Welt umzugestalten, selbst so, dass sie bald entstellt ist.
Heute kann niemand die Schöpfung preisen ohne ständig ein „eigentlich“ einzufügen, weil so wenig in ihr von der Ordnung redet, am ehesten vielleicht noch eine Sonnenfinsternis und die Bewegung der Gestirne, viel-leicht ist das der Zauber, der uns in die Sonne starren lässt, die dunkel wird. „Eigentlich“, müsste schon er sagen und reden von der Welt, wie sie sein sollte, anders, als sie ist. Er redet nicht von früher, sondern von uns, wer wir sind und wie wir leben.
Genau wie Martin Luther im Kleinen Katechismus. Nicht „Gott hat alles geschaffen, den Hund, die Amsel und den Menschen, sondern „Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat“ und sagt es als Landmensch, der durchaus weiß, dass Menschen gezeugt werden, auch, wenn er noch nicht weiß, was da biologisch alles geschieht.
Und wir, die wir das alles und noch mehr wissen, spüren oder ahnen das Wunder, wenn ein Kind zur Welt kommt und ist, so klein es ist, schon ein eigenes Wesen, mit eigenem Kopf, in manchem ähnlich seiner Mut-ter und in anderen der Oma und zugleich fremd und eigen wie jeder Mensch, jede und jeder ein Einzelstück, divers nicht nur im Geschlecht, sondern in allem – ein Wunder eben.
Manchmal erzählt davon eine Frau, die in die Wiedereintrittsstelle kommt: Dass sie eine Verantwortung spürt, die sie allein nicht tragen kann, sucht Hilfe und den Segen einer Macht, die sie lange nicht brauchte, aber jetzt, jetzt braucht sie diese Zusage: Du bist nicht allein. Es kommt nicht nur auf Dich an. Ihr Mann, ja, der lässt es bewenden mit einem „Das schaffen wir schon!“ Ob er das wirklich meint, sie ist sich manchmal nicht sicher.
Da fängt er also an, zu erzählen, jener Mensch, von dem wir weder Namen wissen noch Gesicht, auch nicht, wann er gelebt hat – nur wo, das ahnen, spüren wir: In einer Gegend, in der die Sonne alles verbrennt, wenn Wasser fehlt, das kostbar ist, wichtiger als Gold. In einer Gegend, trocken wie Israel heute ohne Bewässe-rung; der andere Erzähler, der in Babylonien die Dämme gegen das Hochwasser sah, erzählt davon, dass die Urflut eingedämmt werden muss, damit nicht mehr nichts ist, sondern etwas wachsen und alles sein kann.
Regen, Feuchtigkeit kommt und die Steppe wird grün, die Wadis füllen sich, manchmal auch schneller als Menschen laufen können, Wasser, ein Wunder und zugleich bedrohlich. Ein Geschenk: Gott macht die Welt bewohnbar. Der Anfang von allem.
Aber es braucht noch etwas: Einen Menschen, der den Acker bebaut. Die Arbeit, so mühsam sie manchmal ist, ist Mitwirkung an Gottes Schöpfung. Wie oft auch ein Mensch fragt, ob die Mühe sich lohnt für mehr als einen schmerzenden Rücken und kann den steinharten, trockenen Boden kaum auflockern – es ist auch seine Arbeit, die die Welt zu einem lebenswerten Ort macht und so hat Gott ihn gewollt: Den Menschen als Mitarbeiter. Nicht Diener und Sklaven, wie andere Völker es erzählen und machen ihre Götter zu Herren, die unterdrücken, ausbeuten wie so viele der Reichen und Mächtigen der Erde, nein, Mitarbeiter, Mitschöpfer an seiner Welt dürfen wir Menschen sein und sind es, gerade die, die manchmal sich überflüssig vorkommen und missachtet. Putin kümmert sich nicht, wie viele Männer in seinem Krieg sterben und Trump ist nur der Gewinn seiner Firma wichtig. Diese Welt ist anders gebaut und ihr Herr ist einer, der deine Arbeit braucht und achtet. Die Arbeit, die Mühe macht und Menschen sehnen sich nach Wochenende oder Urlaub oder träumen sich weg in ein Paradies aus Wohlstand – die Arbeit trägt zum Leben bei und dazu, die Welt bewohnbar zu machen. Die Zusammenarbeit zwischen Gott und Menschen endet nicht – erhalten und bewahren ist nicht nur eine Aufgabe Gottes, sondern der Menschen mit ihm. „Erhalten und Bewahren“, das klingt besser als „macht Euch die Erde untertan“ im anderen Schöpfungsbericht, auch wenn es meist missverstanden wird als Willkürherrschaft, wie sie die Regierenden in der Welt zu oft verstehen. So ist Gott eben nicht und seine Welt auch nicht: Menschen sind Mitarbeiter und Gott hilft bewahren.
Das ist auch eine Aufgabe, die Frage nach dem Sinn von Gott her mag klar sein, beantworten müssen wir eine andere Frage: Welche Arbeit die Welt bewohnbar erhält, welche Arbeit Mitarbeit ist an Gottes Schöp-fungswerk. Er führt uns vor, wie verdorben die Schöpfung ist, weil da so viel Hirnschmalz gebraucht wird, um Vernichtung zu schaffen und Krieg und Verteidigung dagegen und anderswo wären Menschen froh, wenn sie nur Brot hätten, auch ohne Belag. Und zeigt uns den Hochmut der Menschen, die beurteilen, welche Kräuter gut und welche schlecht sind. Ja, zwischen dem Weizen kann man manche nicht halten, Jakobskreuzkraut im Futter ist tödlich wie Mutterkorn im Getreide; Kartoffelkäfer haben Hunger gebracht, so, dass Menschen ihre Heimat verlassen mussten. Unkraut aber, Kraut ohne Lebensrecht, Ungeziefer, Geziefer ohne Daseinsrecht, gibt es nicht. Aber wir wissen es besser und vernichten es und wundern uns, dass das Gift ist. Es wächst zu viel, das falsche, am schlechten Ort, sagen wir und machen die Welt anders, ohne all das „Un“, das nicht sein soll und keinen Sinn hat und kein Daseinsrecht, weil es nicht nützlich ist, so wenig wie die Mäuse im Speicher und die Motten in den Haferflocken. Und am Ende all dieses „Un“gibt es dann auch Un-Menschen. Menschen, nicht wichtiger als Unkraut.
Er stellt Fragen, dieser Mann, der so kindlich erzählt: Ausreißen das Unkraut – zwischen den Rüben, ja – aber darf es im Wald nicht wachsen? Die Brombeere im Garten, an der ich mir den Arm aufreiße, darf ich kürzen, aber im Wald, wo ich hängenbleibe wie der Prinz, der zu Dornröschen will? Und der Giersch, der die wahnsinnig macht, die ihn ausrotten wollen – als Salat geht er durch, reicht das fürs Lebensrecht? Und die Quecken, die du nie beseitigen kannst, haben sie auch einen Sinn? Fragen zu Welt und Menschen und Le-ben. Und die Menschen, die anders sind, nicht nützlich scheinen, nicht gesund, nicht, wie wir uns sehen? Keine Unmenschen!
Ach, wir Menschen, fragt der Alte – sind wir nicht das schlimmste Schad-, das größte Untier auf der Welt, Unmenschen, Unkräuter Schädlinge?
Nein, sagt er, eigentlich sind wir Originale, von Gott geschaffen, gebildet aus Erde, aus der alles wächst, mit ihr verbunden. Aus Erde, mit Wasser benetzt, denn sonst ist da nur Staub. Versehen mit einem Hauch Got-tes, lebendig gemacht und belebt. Erde und Himmel, Schöpfung und Gott kommen zusammen, auch, wenn das Knie schmerzt und alles nicht so geht, wie wir es uns denken.
Da ist etwas, das wir nicht machen können und das uns eigentlich und deswegen auch nicht gehört, was wir Leben nennen, ein Wunder wie ein Erdklumpen, der ein Gesicht wird und ein Mensch mit Leib und Gliedern und Seele. Und mit einem Auftrag versehen: „Bebauen und bewahren“ den Garten, die Welt und alle seine Geschöpfe. Wir gehören dazu, damit die Welt Sinn hat, schaffen ihn, sichern ihn, den Sinn und das ist der Sinn unseres Daseins. Gott überträgt uns seine Schöpfung und lässt uns machen, Grenzen. Allwissenheit und ewiges Leben, die verwehrt er uns Menschen.
Warum? Spürst Du das Misstrauen? Den Gedanken „Warum diese Grenze? Sind wir nicht klug genug? Wir meinen es doch gut!“ Dieses Misstrauen zerstört das Vertrauen zu Gott. Menschen fühlen sich überlegen, brauchen ihn nicht und die Grenzen, die er zieht, wollen sie nicht, fühlen sich bevormundet. Bis sie im kalten Wind stehen ohne Schutz, nackt, erschrecken über Fragen, die sie jetzt beantworten müssen und können keinen Gott bitten: „Mach Du es richtig!“ Denn wer klug ist, alles zu wissen, kann sich nicht zum Kind ma-chen, wenn es unheimlich wird. Aber auch da noch, letztes Wort des Alten, bekleidet Gott sie, bewahrt. Ihr dürft hoffen für Kinder und Enkel, können Fehler korrigieren und es besser machen, die Welt Gottes Schöp-fung ähnlicher. Und leben in dieser Welt, die trotz allen Gottes Schöpfung ist. Helf uns Gott. Und tun wir, was wir können. Amen.
Lied
Gott gab und Atem (EG 432)
Gott gab uns Atem, damit wir leben.
Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehn.
Fürbitte
Gott, Du sorgst für uns.
Du schenkst, was Menschen zum Leben brauchen.
Deshalb bringen wir vor dich alle,
um die wir uns Sorgen machen.
Und alle, für die wir sorgen möchten.
Wir denken an die Menschen in Nepal
Und alle, die ihnen helfen:
Begleite sie, tröste sie
Und hilf, dass alle, die es können,
alles tun, damit solche Unglücke verhindert
und Menschen bewahrt werden.
Wir denken an all die Menschen im Krieg,
an alle, die Angst haben vor dem Krieg:
Gib den Mächtigen Vernunft und Mäßigung,
dass sie nicht zu stolz sind,
Frieden zu suchen und Kompromisse
Und ihrer Macht nicht noch mehr Menschen opfern.
Bewahre sie und uns alle vor dem Irrtum,
mit Macht und Stärke könne die Welt besser werden,
die Menschen ordentlicher
Verbrechen weniger.
Hilf zu der Geduld, die Menschen wahrnimmt
Und Wege findet, damit alle leben können,
miteinander, wenn es geht,
nebeneinander, wenn es nicht anders geht.
Sei bei allen, die krank sind
Und begleite, die die Kranken begleiten
Aus der Nähe und der Ferne.
Nimm alle bei dir auf,
deren Leben zu Ende ging,
lass sie geborgen sein und getragen von Dir,
schenk ihnen Leben in deiner Nähe
und allen, die um sie trauern
das Vertrauen, dass auch die zurückbleiben
in deiner Hand gehalten werden.
Um dieses alles bitten wir Dich.
In einem Moment der Stille fügen wir Namen an
All der Menschen, um die wir uns Sorge machen:
Lass Dir diese Namen gesagt sein
Nimm unsere Sorgen auf Dich
Damit wir entlastet gehen
In den Alltag unseres Lebens.
Amen.
Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
Segen
Es segne Euch Gott,
Ursprung der Welt
Der uns unser Leben gab
Und jeden Tag neu gibt.
Es segne Euch Jesus Christus,
der lieber sein Leben gab,
als seine Liebe aufzugeben
zu allen Menschen:
seine Liebe bestimme Euch.
Es segne Euch der Heilige Geist,
der uns lebendig macht
er bestimme, wie wir leben
und welche Kraft uns treibt.
So segne und behüte Euch Gott,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Ich wünsche Ihnen einen guten Sonntag, an dem Sie sich ausruhen, Besinnen und Kraft und Orientierung gewinnen. Sollten Sie Anregungen, Fragen oder Bemerkungen haben, wenden Sie sich gern an mich: